Die schönsten Wasserfälle in Deutschland

Aufgrund der Corona-Beschränkungen sind Reisen in Deutschland gerade angesagt wie nie – wenn ihr die ganze Kraft und Schönheit der Natur bestaunen wollt, empfehlen wir euch den Besuch eines der vielen Wasserfälle in Deutschland. Hier könnt ihr die noch unberührte Natur erleben. Wir stellen euch heute drei der schönsten Reiseziele vor.

Triberger Wasserfälle

Die Triberger Wasserfälle liegen bei der kleinen Stadt Triberg im Schwarzwald in Baden-Württemberg. Das Wasser stürzt hier aus insgesamt 163 Metern Höhe in die Tiefe und zählt zu einem der höchsten Fälle in Deutschland. Gespeist wird er durch die Gutach, die sich aus vielen kleinen Bachläufen der Schönwalder Hochfläche zusammensetzt.

Die Hauptfälle teilen sich auf und folgen insgesamt zehn Stufen, beginnend bei 872 Höhenmetern. Bei 713 Höhenmetern und einer Laufstrecke von 230 Metern endet der Wasserfall in einem bewaldeten Talkessel, der sich direkt in die Ortsmitte von Triberg öffnet.

Triberger Wasserfälle im Schwarzwald
Triberger Wasserfälle im Schwarzwald

Der Wasserfall wurde bereits um 1800 touristisch durch Wanderwege erschlossen und erfuhr durch die Inbetriebnahme der Schwarzwaldbahn eine deutlich Steigerung der Besucherzahlen. Pro Jahr besuchen etwa 500.000 Gäste die Wasserfälle. Ihr könnt die Triberger Fälle auf Wanderwegen besuchen, wobei der Eintritt kostenpflichtig ist. Dennoch lohnt sich ein Besuch der wunderschönen Naturlandschaft auf jeden Fall. Auch im Ausland gilt dieser Wasserfall als „typisch deutsche, romantische, märchenhafte Landschaft“.

Triberg selbst ist ein kleines Städtchen in der Nähe von Freiburg, bietet euch aber zahlreiche Möglichkeiten, ein paar schöne Tage im Schwarzwald zu verbringen. Neben dem Wasserfall findet ihr den Naturpark Südschwarzwald mit einem Eulen- & Greifvogelpark, Burgen, Schlösser und Kirchen (wie die Wallfahrtskirche Maria an der Tanne) sowie Museen und Kultureinrichtungen.

Der Röthbachfall

Der Röthbachfall liegt am südlichen Ende des Königssees in Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern. Der Wasserfall stürzt vom südlichen Teil des Obersees in zwei Stufen beinahe senkrecht nach unten. Da er dabei eine Höhe von 470m überwindet zählt der Wasserfall zum höchsten in Deutschland. Gespeist wird der Röthbachfall durch den gleichnamigen Fluss.

Nach der Schneeschmelze bildet sich am Ende des Wasserfalls ein vorübergehender, kleiner See. In den übrigen Jahreszeiten versickert das fallende Wasser im Almboden und verwandelt diesen in eine moorige Landschaft. Diese Senke, als Fischunkel bekannt, speist dann die Gegend als Grundwasserstrom.

Der Röthbachfall - mit 470m der höchste Wasserfall in Deutschland
Der Röthbachfall – mit 470m der höchste Wasserfall in Deutschland

Wenn ihr den Wasserfall bestaunen wollt, dann könnt ihr diesen nur zu Fuß erreichen. Der Königssee bietet mit der Boots-Anlegestelle Salet den idealen Ausgangspunkt für eine ausgedehnte Wanderung. Ihr solltet allerdings geübte Wanderer sein, denn der Weg ist schwierig und überwindet zahlreiche Höhenmeter.

Ihr könnt nicht nur den Wassefall bestaunen, auch der Königssee an sich ist wunderschön. Auch als Steineres Meer bezeichnet, liegt der See zwischen dem Watzmann und dem Hagengebirge. Von hier aus könnt ihr zahlreiche Wanderungen udn Ausflüge ins Hochgebirge unternehmen.

Die Kuhflucht-Wasserfälle

Die Kuhfluchtwasserfälle sind eine Gruppe aus drei einzelnen Fällen bei Farchant in Garmisch-Partenkirchen in Bayern. Die drei einzelnen Stufen des Wasserfalls summieren sich zu einer Gesamt-Fallhöhe von 270m und gehören zu den höchsten Wasserfällen in Deutschland.

Interessant ist auch die Namensgebung. Wahrscheinlich leitet sich die Bezeichnung „Kuhflucht“ vom lateinischen „confluctum“ ab, dass „Zusammenfluss“ bedeutet. Der Bach Kuhflucht vereint sich vor dem Wasserfall mit der Loisach, der mehreren Quellen entspringt. Mit einem Einzugsgebiet von mehr als 5 km² führt der Wasserfall enorm viel Wasser. DIe Bäche und Quellen liefern dabei mehr als 1.500 Liter Wasser pro Sekunde.

Wenn ihr dann sowieso schon in Farchant seid, der kleinen Ortschaft bei Garmisch-Partenkirchen, dann solltet ihr gleich noch die Frickenhöhle besuchen. Der erschlossene und für Besucher freigegebene Teil der Höhle ist 2.800m lang und führt bis zu 60m tief in den Berg. Aber auch hier gilt: Wanderungen in die Höhle und um den Wasserfall sind eher für geübte Besucher geeignet.

Fazit

Neben den typischen, touristischen Gebieten in Nord- und Süddeutschland ist der Besuch eines Wasserfalls doch mal etwas ungewöhnlicheres. Solltet ihr also mal etwas neues erleben wollen, dann empfehlen wir euch auf jeden Fall den Besuch eines oder gleich mehrerer Wasserfälle. In Bayern und Baden-Württemberg liegen dies oft nah beieinander. In diesem Sinne – bleibt gesund.

zurück zur Blog-Übersicht