Was möchten Sie versichern?

Reiserücktritt bei Krankheit

Sie planen seit Wochen Ihren Urlaub? Die ganze Familie freut sich auf Erholung und Sonnenschein? Dann sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit eine Reiseversicherung abschließen. Denn gerade der Reiserücktritt bei Krankheit ist eine der wichtigsten Leistungen unserer Reisetarife. Natürlich bieten wir auch bei vielen weiteren Risiken einen optimalen Versicherungsschutz.

Bei mehr als 85% aller Reiseabsagen ist der Grund des Reiserücktritts die Erkrankung einer versicherten Person. Daher wollen wir diese wichtige Leistung unserer Reiserücktrittsversicherung genauer für Sie unter die Lupe nehmen und Ihnen die wichtigsten Tipps, Infos und Hilfen vorstellen.

Sollten Sie weitere Fragen haben oder mehr Informationen benötigen, stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kundenservice und in der Schadenabteilung jederzeit per E-Mail oder per Telefon zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihren Anruf oder Ihre Mail.

Reiserücktritt bei Krankheit: Was ist versichert?

Der Reiserücktritt bei Krankheit ist versichert, wenn es sich um eine unerwartete und schwere Erkrankung im Sinne der Allgemeinen Versicherungsbedingungen handelt. Die Versicherungsbedingungen sind natürlich Bestandteil jeden Tarifs, den Sie bei uns abschließen können. Diese gelten also sowohl für die Einmal-Reiseversicherung als auch die Jahresreiseversicherung.

Zunächst muss die Voraussetzung einer versicherten Erkrankung aufgeteilt werden in unerwartet und schwer. Eine Erkrankung gilt dann als schwer, wenn der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin Ihnen objektiv von der Reise abrät. Handelt es sich um eine erkrankte Risikoperson, ist die Krankheit dann als schwer anzusehen, wenn Ihre Anwesenheit vor Ort erforderlich ist.

Die zweite Voraussetzung ist gegeben, wenn die Krankheit unerwartet ist. Doch was bedeutet das? Unsere AVB regeln diese zunächst etwas vage klingende Formulierung aber eindeutig. So heißt es im betreffenden Abschnitt zur Reiserücktrittsversicherung:

Unerwartet ist eine Erkrankung dann, wenn sie nach Versicherungsbeginn oder bei bestehendem Versicherungsvertrag nach Buchung der Reise erstmals auftritt. […] Unerwartete Verschlechterungen bereits bestehender Erkrankungen [sind dann versichert], wenn in den letzten sechs Monaten vor Reisebuchung keine Behandlung dieser Erkrankung erfolgt ist. Nicht als Behandlungen zählen Kontrolluntersuchungen.

AVB TP Reise 2019, Lit. B, I., 3.1. und 3.2.
Reiserücktritt bei Krankheit: Schutz bei unerwartet schweren Erkrankungen.
Reiserücktritt bei Krankheit: Schutz bei unerwartet schweren Erkrankungen.

Wurden Sie also in den letzten sechs Monaten vor Reisebuchung bzw. sechs Monate vor Vertragsabschluss noch nicht behandelt, gilt die Erkrankung als unerwartet. Kontrolluntersuchungen sind natürlich zugelassen, denn diese umfassen eine reine Bestandsaufnahme Ihres Zustands.

Reiserücktritt bei Krankheit: Reiseunfähigkeit und Beispiele

Aber wer entscheidet nun über die Reisefähigkeit? Letztlich liegt die Entscheidung darüber immer beim behandelnden Arzt bzw. bei der behandelnden Ärztin. Nur er bzw. sie kann entscheiden, ob eine anstehende Reise medizinisch zu vertreten ist oder nicht – und ob Sie den Reiserücktritt bei Krankheit in Anspruch nehmen müssen. Dies ist natürlich zunächst eine sehr allgemeine Aussage, daher haben wir für Sie zur Verdeutlichung einige Beispiele zusammengestellt.

Herr Schmidt stürzt in der Wohnung und bricht sich den Unterschenkel. Schon kurz nach Aufnahme zur stationären Behandlung durch den Rettungsdienst rät der behandelnde Arzt vom geplanten Sommerurlaub auf Malta ab, um die Wiederherstellung des Beins nicht zu gefährden. Nach Einreichung der ärztlichen Unterlagen ersetzen wir die Kosten des Reiserücktritt bei Krankheit, die Herrn Schmidt in Rechnung gestellt werden.

Es muss natürlich nicht zwingend eine stationäre Behandlung erfolgen, um einen Nachweis einer unerwartet und vor allem schweren Erkrankung zu erbringen. Auch eine ambulante Behandlung einer vergleichsweise harmlosen Krankheit kann ein versichertes Ereignis sein.

Die Tochter von Frau Meier kommt mit Fieber aus dem Kindergarten. Nach einer durchwachten Nacht kommen noch Ohrenschmerzen hinzu. Die Kinderärztin diagnostiziert schnell eine Mittelohrentzündung, die aber von selbst ausheilen wird. Da in der kommenden Woche aber eine Flugreise ansteht, empfiehlt die Ärztin, die Reise sicherheitshalber abzusagen, um keine weiteren Schäden am Innenohr zu verursachen. Wir übernehmen in diesem Fall die Stornogebühren.

Bitte beachten Sie, dass es sich hier um fiktive Beispiele handelt! Wir möchten Ihnen lediglich verdeutlichen, dass es eine große Spannweite von Erkrankungen gibt, die einen versicherten Reiserücktritt bei Krankheit auslösen können. Jeder Versicherungsfall verhält sich individuell. Daher können Sie sich immer an uns wenden, wenn Sie nicht sicher sind, wie Sie sich weiter verhalten sollen. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!

Reiserücktritt bei Krankheit: wir sind für Sie da.
Wir sind für Sie da, wenn Sie Ihre Reise wegen Krankheit absagen müssen.

Aktuell: Reiserücktritt und Corona

In den letzten Monaten kommt sehr häufig die Frage nach Leistungen der Reiserücktrittsversicherung in Bezug auf das Thema Corona auf. Wir wollen Ihnen die wichtigsten Fakten rund um die aktuelle Pandemie vorstellen. Unser Reiserücktritt bei Krankheit umfasst nämlich auch eine Erkrankung an COVID-19.

Sollten Sie sich oder eine Risikoperson mit dem Coronavirus infizieren, dann stellt das für uns nach wie vor eine unerwartet schwere Erkrankung dar, der Reiserücktritt bei Krankheit ist daher gegeben. Einen allgemeinen Pandemieausschluss haben wir bewusst nicht in die Allgemeinen Versicherungsbedingungen aufgenommen. Der Nachweis erfolgt genau wie bei jeder anderen Erkrankung.

Es gibt hinsichtlich der Corona-Pandemie aber auch Ausnahmen vom Versicherungsschutz. Es besteht keine Möglichkeit, die Kosten einer Reiseabsage zu erstatten, wenn folgende Ereignisse eingetreten sind:

  • angeordnete Quarantäne: werden Sie in vorsorgliche Quarantäne versetzt, ohne selbst an Covid-19 zu erkranken, dann handelt es sich bei dieser Maßnahme um keinen versicherten Rücktrittsgrund.
  • Reisewarnungen, Reisebeschränkungen, Grenzschließungen oder sonstige Eingriffe “von hoher Hand”: auch hier können wir die Kosten einer Reiseabsage leider nicht erstatten.

Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Corona und COVID-19 für Sie übersichtlich auf einer Webseite für Sie zusammengestellt. Beachten Sie, dass diese Webseite natürlich aktualisiert wird, so dass Sie immer den neuesten Stand abrufen können.

Wie verhält es sich mit psychischen Erkrankungen?

Eine besondere Situation ergibt sich, wenn sich der Reiserücktritt bei Krankheit auf eine psychische Erkrankung bezieht. Grundsätzlich besteht auch hier für Sie der passende Reiseversicherungsschutz. Bei Nachweis der Erkrankung müssen Sie aber einige Formalitäten beachten. Wir wollen hier ein wenig genauer darauf eingehen.

Unerwartete psychische Erkrankung

Natürlich gilt auch für alle psychischen Krankheiten, dass diese von einem Arzt oder einer Ärztin als unerwartet eingestuft werden müssen, damit hier überhaupt ein versicherter Rücktrittsgrund vorliegt. Die Voraussetzungen entsprechen denen, die bei jeder anderen Erkrankung auch gelten. Sollte die Erkrankung in den letzten sechs Monaten vor Reisebuchung bzw. vor Abschluss der Versicherung bereits behandelt worden sein, besteht kein Versicherungsschutz.

Schwere psychische Erkrankung

Der Nachweis, dass die Erkrankung nicht nur unerwartet sondern auch schwer ist, kann durch verschiedene Belege erfolgen. Die erkrankte Person hat die Möglichkeit, einer der folgenden Unterlagen mit der Schadenmeldung bei uns einzureichen:

Eine psychische Erkrankung gilt dann als schwer, wenn der gesetzliche oder private Krankenversicherungsträger eine ambulante Psychotherapie genehmigt oder sie [die Erkrankung] durch [ein] Attest eines Facharztes für Psychiatrie nachgewiesen wird oder eine stationäre Behandlung erfolgt.

AVB TP Reise 2019, Lit. B, I., 3.1.c

Gilt der Reiserücktritt bei Krankheit auch bei Kontrolluntersuchungen?

Auch wenn Sie an einer dauerhaften oder chronischen Erkrankung leiden, bieten wir Ihnen dennoch die Absicherung von Reiserücktritt bei Krankheit an. Wird Ihre Erkrankung nämlich nur kontrolliert, besteht Versicherungsschutz. Die oben erläuterte Frist von sechs Monaten gilt hier nicht.

Kontrolluntersuchungen sind nicht als medizinische Behandlungen anzusehen. Sie dienen lediglich der Feststellung der aktuellen Gesundheitssituation eines Patienten bzw. einer Patientin. Beispiele für Kontrolluntersuchungen sind zum Beispiel:

  • Überprüfung des Blutzuckerspiegels bei Diabetes
  • Regelmäßige Untersuchung bei therapierten Krebspatienten*innen
  • Kontrolle des Blutdrucks bei Hypertonie

Sollten Sie sich bei einer Kontrolluntersuchung unsicher sein, können Sie natürlich jederzeit mit unserem Schadenservice in Kontakt treten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Ihnen gerne telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. Dort können Sie das weitere Vorgehen genau besprechen, damit der Reiserücktritt bei Krankheit kein Problem darstellt.

Wann besteht kein Versicherungsschutz?

Nicht jedes Risiko ist im Rahmen von Reiserücktritt bei Krankheit mitversichert. Auch bei uns gibt es bedingungsgemäß Ausschlüsse vom Versicherungsschutz. Darunter gehören zum Beispiel folgende Fälle. Eine genaue Auflistung aller Risiken und Ausschlüsse finden Sie auch in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen.

  • Sollten Sie aufgrund von Kriegsereignissen, Flugzeugunglücken, innere Unruhen oder Terrorangriffen eine psychische Reaktion entwickeln, besteht hierfür kein Versicherungsschutz.
  • Suchterkrankungen sind grundsätzlich nicht versichert.
  • Erkrankungen, die in den letzten sechs Monaten vor Reisebuchung behandelt wurde, gelten nicht als unerwartet. Demnach sind diese Fälle nicht versichert.
  • Sollten Sie aufgrund von Verlust, einer Beschädigung oder einer Erneuerung medizinischer Hilfsmittel (Sehhilfen, orthopädische Anfertigungen etc.) nicht mehr reisefähig sein, besteht hier leider kein Versicherungsschutz.

Reiserücktritt bei Krankheit: Welche Unterlagen sind nötig?

Sie müssen den Reiserücktritt bei Krankheit in Anspruch nehmen? Keine Sorge! Wir stellen Ihnen alle notwendigen Dokumente und Unterlagen zur Verfügung. Grundsätzlich müssen Sie uns nämlich nachweisen, welche Erkrankung zur Absage der Reise geführt hat.

Bei Meldung Ihres Schadens – übrigens ganz einfach möglich über unser Formular zur elektronischen Schadenmeldung – bekommen Sie die Unterlagen per E-Mail zugestellt. Darunter finden Sie auch unsere Ärztliche Bescheinigung. Diese legen Sie dem behandelnden Arzt bzw. der behandelnden Ärztin vor.

Unsere Ärztliche Bescheinigung können Sie aber nicht nur zur Meldung der eigenen Erkrankung nutzen. Auch zur Bescheinigung einer Schwangerschaft oder bei einer Erkrankung einer verwandten Person können Sie das Formular nutzen. Die ausgefüllte und vom Arzt bzw. der Ärztin unterschriebene Bescheinigung schicken Sie dann mit den Reiseunterlagen einfach per Post oder per E-Mail an uns zurück.

Reiserücktritt bei Krankheit: Ihre medizinischen Unterlagen sind bei uns in guten Händen!
Ihre medizinischen Unterlagen sind bei uns in guten Händen!

Was ist im Falle eines Reiseabbruchs bei Krankheit?

Versicherungsschutz besteht aber nicht nur für den Reiserücktritt bei Krankheit. Sollten Sie eine Reise bereits angetreten haben, können Sie aufgrund einer Erkrankung auch von unserer Reiseabbruchversicherung profitieren. Zusätzliche Rückreisekosten, Neubuchungen und der entgangene Urlaub wird von uns ersetzt.

Aber Achtung: Zum Nachweis Ihrer Erkrankung auf Reisen ist es unbedingt notwendig, ein Attest eines Arztes bzw. einer Ärztin vom Urlaubsort mitzubringen. Nur so können Sie nachweisen, dass Sie während der Reise bereits erkrankt waren. Ein Attest, dass Sie sich erst in Deutschland ausstellen lassen, genügt leider nicht.

Sicherheit Ihrer medizinischen Unterlagen

Alle Nachweise, die Sie für einen Reiserücktritt bei Krankheit benötigen, beinhalten sensible, persönliche Daten. Dabei geht es nicht nur um Adress- oder Geburtsdaten, sondern um medizinische Details. Daher legen wir größten Wert auf den professionellen und sicheren Umgang mit Ihren ärztlichen Unterlagen.

Sobald Sie uns medizinische Daten wie zum Beispiel Ärztliche Bescheinigungen, Entlassungsberichte aus Klinken, Nachweise der Arbeitsunfähigkeit oder ähnliches zusenden, werden diese nach den höchsten Maßstäben des Datenschutzes bearbeitet.

Zugang zu den ärztlichen Unterlagen haben nur die Sachbearbeiter und Sachbearbeiterinnen im Schadenservice. Postalische und elektronische Unterlagen werden auf gesicherten Servern und in verschließbaren Schränken aufbewahrt. Weder senden wir unbefugten Personen Unterlagen zu, noch können Dritte diese einsehen.

Ist die gesetzliche Aufbewahrungsfrist von sieben Jahren abgelaufen, werden die Unterlagen von uns unleserlich gemacht und fachgerecht durch speziell geschulte Firmen und Personal entsorgt. Sie sehen also: Ihre Unterlagen sind bei uns stets in guten Händen!

Reiserücktritt bei Krankheit – FAQ

Eine Erkrankung ist dann schwer, wenn der behandelnde Arzt / die behandelnde Ärztin objektiv von der Reise abrät.

Eine Erkrankung ist dann unerwartet, wenn Sie in den letzten sechs Monaten vor Reisebuchung bzw. sechs Monate vor Versicherungsabschluss nicht behandelt wurde.

Kontrolluntersuchung zählen nicht als ärztliche Behandlungen.

Sofern es sich um unerwartet schwere psychische Erkrankungen handelt, besteht Versicherungsschutz.

Bei Risikopersonen handelt es sich um Verwandte ersten Grades, z.B. Eltern, Geschwister, Großeltern, Schwiegereltern, Kindern oder Enkelkindern.

Versicherungsschutz besteht auch bei Unfällen, im Todesfall, bei Schäden am Eigentum, Arbeitslosigkeit etc.

Die akute Erkrankung an COVID-19 ist bei unserem Reiserücktritt mitversichert.