Schadenmeldung

Todesfall in der Reiseabbruchversicherung

Sie sind gerade mit Ihren Lieben auf Reisen, als Sie die Nachricht erreicht, dass ein Angehöriger Ihrer Familie verstorben ist. Was nun? Natürlich möchten Sie wegen des Todesfalls die Reise aufgeben und so schnell wie möglich nach Hause zurückkehren. Die Reiseabbruchversicherung von TravelProtect ist für diesen Fall bestens aufgestellt. Wir übernehmen die Kosten Ihrer Heimreise, damit Sie sich nicht auch noch mit dem finanziellen Verlust befassen müssen.

Was ist eigentlich eine Reiseabbruchversicherung?

Die Reiseabbruch-Versicherung bietet Ihnen Versicherungsschutz im Urlaub, wenn Sie eine Reise außerplanmäßig beenden müssen. Die Kosten, die zusätzlich entstehen, erstatten wir Ihnen zurück. Dazu zählen Leistungen wie zusätzliche Rückreisekosten oder Umbuchungsgebühren. Auch der entgangene Urlaub wird von uns im Rahmen der Urlaubsgarantie ersetzt.

Neben einer unerwartet schweren Erkrankung, einem Unfall oder einer Schwangerschaft ist natürlich auch der Todesfall eines Angehörigen mitversichert. Wir wollen Ihnen nun im Folgenden erläutern, in welchen Sterbefällen der Reiseabbruchschutz greift, welche Kosten erstattet werden und wann der Reiseversicherer nicht leistet.

Todesfall bei Reiseabbruch - Friedwald
Todesfall und Reiseabbruch

Wann ist ein Todesfall versichert?

Grundsätzlich ist der Tod eines Angehörigen (innerhalb Ihrer Familie) mitversichert. Bei einem Sterbefall handelt es sich zudem immer um ein unerwartetes Ereignis. Das gilt auch dann, wenn der verstorbene Angehörige vor Reisebeginn bereits schwer erkrankt war oder beispielsweise in einem Hospiz behandelt wurde. Auch wenn mit einem baldigen Tod zu rechnen war, können Sie eine Reise antreten und im Notfall auf unsere Kosten hin abbrechen.

Bei einem Leistungsfall reichen Sie uns dementsprechend auch keine medizinischen Unterlagen ein, sondern lediglich eine Kopie der Sterbeurkunde (zusammen mit den übrigen Unterlagen). Die medizinische Vorgeschichte bleibt im Schadenfall unberücksichtigt.

Der Vater meiner Frau war bei Reisebeginn schon nicht mehr bei bester Gesundheit. Da wir uns aber schon so lange auf die Reise gefreut haben, sind wir dennoch los geflogen. Leider kam es in der ersten Woche zum Schlimmsten. Die Nacht vorher ist mein Schwiegervater verstorben. Wir haben dann den nächsten Rückflug nach Deutschland gebucht, um alles zu organisieren. Nach der Beerdigung haben wir die Kosten dann bei Travelprotect eingereicht. Sogar die Bahnfahrt vom Flughafen haben wir zurückbekommen.

Johannes K., Schwarzach

Welche Angehörigen zählen zu den Risikopersonen?

Zunächst müssen die so genannten Risikopersonen von den versicherten Personen unterschieden werden. Versicherte Personen sind diejenigen, die namentlich auf dem Versicherungsschein vermerkt sind. Darüber hinaus zählen zu den Risikopersonen aber auch die Angehörigen der Familie. Im Todesfall besteht Versicherungsschutz bei Reiseabbruch, wenn der Sterbefall ein Familienmitglied betrifft.

Welche Angehörigen zählen aber nun zu den Risikopersonen? Die Aufzählung hierzu ist abschließend. Das bedeutet, dass alle Personen, die in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen genannt werden, einen versicherten Reiseabbruch auslösen können. Dazu zählen:

  • Lebensgefährten/innen, Ehepartner/in
  • Eltern, Adoptiveltern und Schwiegereltern
  • Kinder, Adoptiv- und Pflegekinder und Geschwister
  • Großeltern und Ur-Großeltern und Enkelkinder

Im Gegensatz zu einer unerwartet schweren Erkrankung, können Sie im Todesfall auch dann Ihre Reise abbrechen, wenn es zu einem Todesfall bei Verwandten zweiten Grades kommt:

  • Onkel und Tanten
  • Nichten und Neffen

Darüber hinaus bieten wir Ihnen auch dann Reiseabbruchschutz, wenn sich der Todesfall auf eine Betreuungsperson oder eine mitreisende Person bezieht. Geregelt ist dies:

Betreuungspersonen sind Diejenigen, die Ihre mitreisenden oder nicht mitreisenden minderjährigen Kinder oder pflegebedürftigen Verwandten offiziell betreuen. […]

Mitreisende Personen: Sie haben Ihre Reise auf einer Buchungsbestätigung für maximal sechs andere Personen (davon maximal vier Erwachsene) gebucht? Dann können zusätzlich Ihre Mitreisenden sowie deren Verwandte einen Versicherungsfall auslösen. Diese Begrenzung gilt nicht für mitreisende versicherte Personen im Familientarif.

AVB TP Reise 2020, Glossar

Was passiert, wenn eine versicherte Person im Urlaub verstirbt?

Grundsätzlich gilt auch dann unsere Jahres-Reiseabbruchversicherung, wenn eine versicherte Person am Urlaubsort verstirbt. Die Kosten für den Reiseabbruch der übrigen Reisenden können erstattet werden. Aber Achtung: Die Kosten für die Überführung der sterblichen Überreste können nicht im Rahmen der Reiseabbruchversicherung übernommen werden. Diese Gebühren werden ausschließlich von der Reisekrankenversicherung übernommen. Sollten Sie dieses Risiko ebenfalls versichern wollen, dann empfehlen wir Ihnen den Abschluss unseres Jahres-Reisepakets VIP.

Welche Ausschlüsse gibt es hier?

Sollte Ihre Reiseabbruch aufgrund eines Todesfalls erfolgen, gibt es einige Ausschlüsse vom Versicherungsschutz. Keine Kostenübernahme erfolgt zum Beispiel dann, wenn der Verstorbene Suizid begangen hat. Da es hier um eine vorsätzliche Tat handelt, erlischt der Schutz der Reiseversicherung grundsätzlich. Dies gilt auch dann, wenn der Sterbefall im Zusammenhang mit einer Straftat steht.

Ebenfalls besteht kein Versicherungsschutz für den Fall, dass eine Person verstirbt, die nicht in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen aufgezählt ist. Dazu zählen zum Beispiel enge Freunde oder Bekannte.