Auf und in die Welt – Reisen mit Baby

Die erste Reise eures Babys ist normalerweise die Fahrt vom Krankenhaus nach Hause. Habt ihr in den ersten Wochen den Alltag mit einem Baby gemeistert, könnt ihr problemlos auch mit einem Säugling auf Reisen gehen. Wir stellen euch Tipps, Reiseziele und weitere Informationen vor, damit Reisen mit Klein(st)kind eine tolle Erfahrung werden kann.

Vorbereitung ist das A und O für eine Reise mit Baby!

Damit ihr stressfreie Reisen mit eurem Baby verbringen könnt, solltet ihr auf jeden Fall viel Zeit in die Planung und Vorbereitung der Reise stecken. Je mehr ihr im Voraus erledigt, desto erholsamer und entspannter wird eure Reise sein.

Im Grunde eignet sich jedes Reise-Ziel für euren Urlaub. Ihr solltet vorab nur klären, wie ihr dorthin kommt und welche Möglichkeiten der Unterkunft und der Freizeit für euch und euer Kind bestehen. Wir haben für euch die wichtigsten Punkte zusammengestellt, damit der erste gemeinsame Urlaub unvergesslich wird.

Mit dem Baby in den Urlaub.
Mit dem Baby in den Urlaub

Das Reiseziel: Wohin mit dem Baby?

Zunächst natürlich das Wichtigste: Wohin soll die Reise gehen? Euer Urlaubsziel solltet ihr auf jeden Fall so wählen, dass sich nicht nur euer Kind, sondern auch ihr euch wohlfühlt. Nur wenn ihr euch genauso entspannen könnt, wie euer Nachwuchs ist ein toller Urlaub möglich.

Klima- und Wetterbedingungen: Klar – ein Strandurlaub mit 40° im Schatten ist genauso wenig ratsam, wie eine Antarktis-Kreuzfahrt oder eine Wanderreise am Amazonas. Bedenkt, dass ihr mit eurem Baby öfters Pausen machen müsst. Ein Urlaub mit praller Sonne ist daher schwierig umzusetzen.

Babys können die eigene Körpertemperatur nur wenig selbst regulieren, so dass extreme Temperaturen sogar gefährlich sein können. Unser Tipp: Nutzt eher gemäßigte bis kühle Gegenden und Jahreszeiten aus. Es ist immer einfacher, eurem Baby eine zusätzliche Schicht Kleidung anzuziehen als umgekehrt!

Hotel: Viele Touristengebiete und Städte bieten inzwischen Familienhotels und Unterkünfte an. Diese sind auf einen Besuch mit Kindern jeden Alters bestens ausgerüstet. So stehen dann genügend Wickelräume zur Verfügung, die Zimmer sind großzügiger eingerichtet und manche Hotels bieten sogar einen Babysitter-Service an. So könnt ihr auch mal einen ruhigen Abend zu zweit verbringen.

Feriendomizil: Sollte ihr euren Urlaub als Camper oder in einer Ferienwohnung/in einem Ferienhaus verbringen wollen, dann gilt auch hier: eine gute Planung ist der halbe Urlaub. Bedenkt, dass ihr deutlich mehr Gepäck mitnehmen müsst, wenn ein Kleinkind mitreist. Es empfiehlt sich auch, einen Ferienort oder Campingplatz zu suchen, der nicht völlig abseits der Zivilisation ist. Werdet ihr oder euer Baby einmal krank, sind schnell zu erreichende Ärzte oder Krankenhäuser wichtig.

Baby an Bord!

Die Anreise: Komfort ist alles

Natürlich stehen euch auch mit Baby alle Möglichkeiten offen. Ob mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil, mit der Bahn oder dem Flugzeug: im Vordergrund sollte auf jeden Fall das Wohl eures Babys stehen.

Anreise mit dem Auto: Bei einer Fahrt mit dem PKW oder dem Wohnmobil könnt ihr sehr flexibel auf die Anfahrt reagieren. Das Auto ist klimatisiert, Pausen sind jederzeit möglich. Auch könnt ihr in der Nacht losfahren und hoffen, dass das Fahrt einfach verschlafen wird. Wollt ihr im Sommer los, ist es mit der Klimaanlage im Auto angenehm kühl. Seid ihr am Urlaubsort angekommen, könnt ihr bis zum gebuchten Hotel oder Ferienhaus fahren und seid nicht auf weitere Verkehrsmittel angewiesen.

Allerdings solltet ihr beachten, dass ihr nicht jedes Reiseziel mit dem Auto erreichen könnt. Habt ihr auch keine Zwischenübernachtung eingeplant, solltet ihr die Entfernung nicht unterschätzen. Wollt ihr etwa von Deutschland nach Spanien mit dem Auto fahren, solltet ihr mindestens 10-13 Stunden reiner Fahrtzeit rechnen! Staus und Umwege noch nicht mitgerechnet.

Anreise mit der Bahn: Deutlich bequemer als im eigenen Auto kann eine Fahrt mit der Deutschen Bahn sein. Ihr könnt euch im Gegensatz zum Auto frei bewegen, mit dem Baby essen und trinken und es an Wickelplätzen versorgen (zumindest im ICE). Punkten kann die Bahn aber vor allem damit, dass Kinder bis 5 Jahre kostenlos fahren dürfen! Nachteilig wird es nur dann, wenn der Zug überfüllt ist, die Mitfahrenden zu laut sind oder im Sommer die Klimaanlagen überfordert sind. Auch Zugausfälle können problematisch werden, wenn ihr euer Baby dabei habt.

Anreise mit dem Flugzeug: Der entscheidende Vorteil des Flugzeugs ist klar! Nur hier erreicht ihr weit entfernte Ziele in relativ kurzer Zeit. Kümmert ihr euch rechtzeitig um (reservierte) Plätze, könnt ihr von bequemeren Sitzen mit Liegeflächen für Kleinstkinder profitieren. Bucht ihr bei Lufthansa, dann sind Passagiere bis zum 2. Lebensjahr sogar kostenlos an Bord. Aufpassen müsst ihr allerdings bei Start und Landung, damit der Druckausgleich auch bei eurem Nachwuchs funktioniert. Naturgemäß ist der Raum auch sehr beengt: habt ihr ein unruhiges Kleines, könnten auch Mitreisende schnell frustriert reagieren. Von einem Langstreckenflug ist dann eher abzuraten.

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