Der digitale Impfpass – Was ist wichtig?

Die Sommerferien stehen vor der Tür und damit die Hauptreisezeit der Deutschen. Von Mitte Juli bis Mitte September sind vor allem Familien in der ganzen Welt unterwegs. Doch die Corona-Pandemie erschwert das Reisen immer noch stark. Doch der neue digitale Impfpass soll Urlaube deutlich einfacher und entspannter machen. Wir wollen euch heute die den EU-weiten Impfpass vorstellen.

Die App CovPass ist bereits seit dem 10. Juni 2021 in allen App-Stores verfügbar und soll nach und nach den gelben Impfausweis erweitern. Dieser digitale Impfpass kann also auf eurem Smartphone mitgeführt werden, um zum Beispiel die Einreise zu erleichtern. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn soll der Pass bis Ende Juni allen zur Verfügung stehen. Am 1. Juli 2021 startet dann der Einsatz des Impfpasses in der gesamten EU.

Was ist der digitale Impfpass und was kann er?

Die App funktioniert denkbar einfach. Über einen QR-Code werden alle relevanten Daten einer Impfung in der App gespeichert. Die Art der Impfung, das Datum der Injektion und der Name des Impfstoffes sind dann jederzeit vom Nutzer der App und von Dritten lesbar. So können die Daten beispielsweise an Flughafen-Terminal, an der Anlegestelle von Kreuzfahrtschiffen, in Hotels oder Unterkünften problemlos gecheckt werden. Eventuelle Test- und Nachweispflichten beim Betreten von Museen, Restaurants oder Parks würden für euch entfallen.

Der digitale Impfpass soll uns allen die Freude am unbeschwerten Reisen wiederbringen
Der digitale Impfpass soll uns allen die Freude am unbeschwerten Reisen wiederbringen

Dabei übernimmt der digitale Impfpass alle Funktionen, die unser gelbes Impfheftchen bisher auch geboten hat. Dabei erleichtert die App die Handhabung enorm – sein Smartphone hat man üblicherweise immer dabei. Aktuell können aber nur Geimpfte auf die Software zurückgreifen. Eventuell wird zukünftig aber auch der Status von Genesenen abgebildet.

Innerhalb der Staaten der EU funktioniert das Auslesen der App bereits, Doch auch wenn ein Land außerhalb der EU einen eigenen digitalen Impfnachweis entwickeln und einführen möchte – lesbar sollen untereinander dennoch alle sein. So könnt ihr also mit dem EU-Nachweis hoffentlich bald weltweit Urlaub machen.

Ausgestellt wird der Impfpass übrigens in Arztpraxen oder Apotheken. Nehmt einfach euer altes Impfheftchen mit den entsprechenden Impfaufklebern mit. Besorgt euch die App im jeweiligen Store und geht dann zur nächsten Apotheke eurer Wahl oder macht einen Besuch bei eurem Hausarzt bzw. eurer Hausärztin. Dort werden dann alle gültigen Impfungen übertragen – Fertig!

Welche Regelungen gelten für euch?

Grundsätzlich entfallen sowohl für Geimpfte als auch für Genesene die Kontaktbeschränkungen und Quarantäneverpflichtungen in Deutschland. Eine Ausnahme besteht nur bei Einreise aus Gebieten, die vom RKI als Virus-Variantengebiet eingestuft wurde. Die beliebtesten Urlaubsländer, wie Frankreich, Italien oder Spanien, fallen aber aktuell nicht darunter. Daher könnt ihr zukünftig mit dem digitalen Impfpass problem ein- und ausreisen.

Übrigens: als geimpfte Person zählt ihr immer dann, wenn ihr mindestens 14 Tage nach der zweiten Impfdosis eure Reise antretet. Habt ihr den Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten, genügen 14 Tage nach der ersten Injektion. Dies ist natürlich ebenfalls alles in der App vermerkt.

Als genesen geltet ihr, wenn ihr eine Infektion mit einem positiven PCR-Testergebnis nachweisen könnt. Dieser PCR-Test muss mindestens 28 Tage alt sein und darf nicht länger als sechs Monate in der Vergangenheit liegen. Ist dies der Fall, habt ihr in den meisten Ländern die gleichen Lockerungen wie vollständig geimpfte Personen. Der digitale Impfpass soll in naher Zukunft auch diese Informationen beinhalten.

Der digitale Impfpass bleibt eine Alternative zum regulären gelben Impfnachweis
Der digitale Impfpass bleibt eine Alternative zum regulären gelben Impfnachweis

Was ist mit dem Datenschutz?

Noch gibt es einige Unstimmigkeiten hinsichtlich des Datenschutzes der App. Zur Übrprüfung zum Beispiel bei Einreise oder bei Besuch einer Veranstaltung müsst ihr eure personenbezogenen Daten zur Verfügung stellen. Zudem ist ein Abgleich mit dem Personalausweis nochtwendig, um gefälschte Dokumente zu verhindern. Auch der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit bemängelt:

„[Bis heute liegt mir] noch kein finales technisches Konzept für die Umsetzung des digitalen Impfnachweises vor. Wir haben im März erste Unterlagen erhalten, die jedoch nicht erklären, wie die technische Umsetzung konkret aussehen wird.“

Ulrich Kelber, Bundesbeautragter für Datenschutz und Informationsfreiheit

Trotz der nachvollziehbaren Bedenken, dürfte die App in Zukunft ein fester Bestandteil der Reiseunterlagen von uns allen werden. Und wer sine Bedenken gegenüber der App hat, muss keinen Nachteil fürchten. Der gelbe Impfpass wird auch in Zukunft seine volle Gültigkeit haben. In diesem Sinne, bleibt gesund!

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