Wohltuendes Fernweh (6): Argentinien

Im 6. Teil unserer Reihe geht es nach Argentinien. Das südamerikanische Land bietet euch wahnsinnig viele Möglichkeit, einen Urlaub nach euren Vorstellungen zu machen. Wir wollen euch heute einige völlig verschiedene Urlaubsmöglichkeiten in dem südamerikanischen Land vorstellen. Ganz nach dem Motto: En Unión y Libertad, Argentina!

Urlaub in Argentinien für Abenteurer

Argentinien eignet sich perfekt, wenn ihr einen Abenteuer-Urlaub machen wollt. Die kargen Landschaften, Sumpfgebiete, Gebirge und Gletscher sowie die rauhe Lebensweise der Einheimischen laden euch dazu ein, gerade auf eine Entspannungsreise zu verzichten.

Wir stellen euch heute einige Landschaften, Städte und Aktivitäten vor, die Ihr bei einem Besuch in Argentinien unternehmen könnt. Egal, für was ihr euch entscheidet – die beste Reisezeit ist ab Ende Februar, wenn die offiziellen Hauptferien des Landes vorbei sind.

Die Landschaft Argentiniens: wunderschön und einzigartig.
Die Landschaft Argentiniens: wunderschön und einzigartig.

Patagonien

Patagonien ist kein eigentlicher Teil von Argentinien, sondern beschreibt die südliche Hälfte von ganz Südamerika. Die Landfläche reicht von der Pazifikküste im Westen, über die Anden bis zum Atlantik im Osten. Vor allem diese Küste ist ein seit Jahrzehnten boomender Schwerpunkt des argentinisches Tourismus.

Vor allem die Halbinsel Valdés im Norden lädt euch zu Wanderungen, Tierbeobachtungen und Tauchgängen ein. Ihr könnt eine große Vielfalt vor allem an Meerestieren beobachten. Seelöwen, Pinguine, Meeresvögel und sogar Wale lassen sich in der Provinz Chubut häufig sehen.

Wenn ihr eher für euch sein wollt, dann könnt ihr an der Küste noch zahlreiche Bade- und Tauchorte besuchen, die noch nicht vom Massentourismus erschlossen wurden. Die kleinen Küstenorte sind auch landschaftlich wunderschön, denn viele liegen zwischen Hügeln und Steilküsten.

Feuerland

Die Insel Feuerland an der südlichen Spitze Argentinies bietet nicht nur die südlichste Großstadt der Welt, sondern auch einen atemberaubenden Nationalpark, den Tierra del Fuego. Das argentinische UNESCO Naturreservat verfügt über eine einzigartige Küsten-, Wald- und Moorlandschaft.

Mit mehr als 25km Wanderwegen könnt ihr viel Zeit bei der Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt verwenden. Vor allem der Bahía Lapataia, ein Wanderweg, führt an vielen Nistplätzen und Lebensräumen von Wildvögeln vorbei. Die Yámana-Stämme (Urbewohner Argentiniens) unterhalten zudem archäologische Stätten.

Buenos Aires und die Westküste

Der Tourismus rund um die Hauptstadt lässt sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen, inzwischen besuchen jährlich mehr als 4 Millionen Menschen die Stadt. Besonders beliebt sind die Strandbäder, die sich rund um die Hauptstadt entwickelt haben und vor allem auch von der einheimischen Bevölkerung genutzt werden.

Zu den wichtigsten Touristenzentren zählen Mar del Plata, Villa Gesell oder Pinamar. Wenn ihr also einen Badeurlaub bevorzugt, dann stehen euch hier zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Unser Tipp: reist außerhalb der offiziellen argentinischen Urlaubszeit an, dann vermeidet ihr eine allzu massive Nutzung.

Die Hauptstadt selbst hat etwa 2,8 Millionen Einwohner und ist damit die größte Stadt des Landes. Die Stadt ist stark europäisch geprägt und wird auch als das Paris Südamerikas bezeichnet. In der Stadt finden sich zahlreiche Museen, Kunstgalerien, Opern und Theaterhäuser.

Das bedeutendste Museum in der Hauptstadt ist das Museo Nacional de Bellas Artes. Dort findet ihr Kunst aus aller Welt vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert. Neben Malereien, Grafiken und Fotografien könnt ihr auch Skulpturen und Plastiken bewundern.

Wenn ihr eher naturverbunden seid, könnt ihr in der Hauptstadt den Parque Natural besuchen. Auf einem ehemaligen Baugrund, das 1984 aufgegeben wurde, hat sich die Natur bis heute ohne Eingriffe von städtischer Seite den Baugrund zurückerobert. 1989 zu Schutzgebiet erklärt, könnt ihr auf Wanderwegen die unberührte Natur bewundern.

Die Anden

Die Anden sind das beherrschende Gebirge in Südamerika und ziehen sich über 9.500 km quer über den Kontinent. Mit mehr als 40 Sechstausendern und 50 Fünftausender ist es das längste, zusammenhängende Gebirge der Welt. Vor allem der südliche Teil der Anden bieten Bergsteigern und erfahrenden Wanderern einzigartige Erlebnisse.

Gletscherlandschaft in den Anden Argentiniens
Gletscherlandschaft in den Anden Argentiniens

Die südlichen Anden beherbergt nicht nur bis zu 6.000 Meter hohe Berge, sondern auch ausgedehnte Gletschergebiete und werden seit 1922 als Touristengebiete genutzt. Auch der älteste Naturschutzpartk Parque Nacioanl del Sud geht auf dieses Jahr zurück und ist bis heute genutzt.

Im Nationalpark Los Glaciares könnt ihr die größte zusammenhängende Eismasse außerhalb der Polargebiete bewundern. Zahlreiche kleine Städte haben sich auf einen ökologischen Tourismus spezialisiert, der inzwischen von mehr als einer Millionen Menschen pro Jahr genutzt wird.

Auch die Bergsteiger unter euch kommen hier auf Ihre Kosten: die 1988 gegründete Stadt El Chaltén dient als Startpunkt für zahlreiche Berg-Besteigungen in der Gegend. Fans von Trekkingtouren unter euch können hier ebenfalls aus zahlreichen Angeboten wählen – eine sehr gute Kondition in unwiretlichen Temperaturen vorausgesetzt.

Fazit

Urlaub in Argentinien reicht vom erholsamen Aufenthalt in einem der zahlreichen Seebädern an der Westküste. Daneben könnt ihr Bergsteigen, Gletscher erkunden, die Hauptstadt und ihr überwältigendes kulturelles Angebot nutzen oder die Pampa und Patagonien erkunden. Ihr seht, das südamerikanische Land bietet jedem Touristen etwas – wenn die Pandemie es wieder zulässt, können wir euch auf jeden Fall eine Reise dorthin empfehlen. Bis dahin – bleibt gesund und bis nächste Woche!

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